Fertigungsprozess

Die dreistufige Fertigungslinie kann vielseitig genutzt werden. Die Kapazität der Fertigungsstraße beträgt 50.000 Kubikmeter pro Jahr. Langholz oder Rohlinge werden entweder in Schnittholzlängen bis 6 m oder in Fixlängen bis 12 m geliefert. Auch die vom Kunden gelieferte Sägeware kann keilverzinkt und profiliert werden. Die Rohware wird in kleineren Formaten getrocknet, ohne dass die Stücke beschädigt werden. Danach werden die Stücke so verleimt, dass das Kernholz zur Oberfläche gerichtet ist. Die durch die Trocknung eventuell entstandenen geringen Risse bleiben somit unsichtbar.

Wenn die Stücke technisch getrocknet werden, können die Produkteigenschaften verbessert werden. Dadurch verringern sich die Verdrehungen und Rissbildung infolge der Trocknung im Fertigprodukt bzw. in der Blockbohlenwand. Eine Lamellenwand setzt sich äußerst wenig, d.h. die Endproduktqualität bleibt Jahr für Jahr unverändert. Als Rohmaterial für Lamellenbalken kann sowohl Fichte als auch Kiefer verwendet werden.


Lamellenhobelung

Das Schnittholz wird mit einer Abladevorrichtung vom Bündel automatisch abgeladen und jede Lamelle wird anhand einer Kamera-Schwenkvorrichtung mit dem Kernholz nach oben geschwenkt. Die Lamellen werden nacheinander einer Hobelmaschine zugeführt, in der alle Lamellenseiten sauber gehobelt werden. Die Schnittholzfeuchtigkeit wird automatisch gemessen und ein zu feuchtes oder sonst minderwertiges Holz wird aus der Fertigungsstraße herausgenommen.

Qualitätssortierung

Nach dem Hobeln werden die Lamellen nach Güteklassen A und B sortiert und schlechtes Rohmaterial wird zur Seite der Fertigungsstraße geschoben. Die Sortierung erfolgt visuell und für die beiden Güteklassen gibt es Fächer mit Volumen für jeweils ca. 10 m³ Lamellen.

Leimauftragsmaschine

Aus den Fächern A und B werden die Lamellen automatisch durch die Leimgießmaschine befördert. Als Leim wird der Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Leim (MUF) verwendet. Er ist ein harter, witterungsbeständiger, klarer und wasserverdünnbarer Leim. Ein separater Strangverteiler dosiert den 2-Komponentenleim auf die zu leimenden Flächen. Im Vorpressbereich werden die Lamellen zusammengepresst und die Rohlinge nebeneinander gesetzt.

Leimpressen

Das Pressen und Verleimen von Brettschichtholz bzw. Lamellen erfolgt in einer Hochfrequenzpresse, deren Kapazität und Steuerbarkeit im Vergleich zu traditionellen Leimpressverfahren überlegen ist, weil die Presszeit nur einen Bruchteil der des Kaltpressens beträgt. Die Rohlinge werden in einer Halle geleimt, deren Temperatur und Feuchtigkeit durch ein automatisches Steuerungssystem geregelt wird.
 
Hobeln nach Kundenwunsch

Der Rohling kann bei Bedarf auch mit einem 5-Messerhobel je nach Kundenwunsch profiliert werden.